Die Systemische Familientherapie ist ein ganzheitlicher Ansatz, der nicht nur den Fokus auf die Einzelperson setzt, sondern das ganze „Feld“ im Blick hat, wie z.B. Großeltern, Freunde, Verwandte, Lehrer, Schule, Vorbilder, Wohnverhältnisse etc. Gearbeitet wird mit vielen Verstehensansätzen und Methoden, wie z.B. personenzentriert, tiefenpsychologisch fundiert, projektiv, verhaltens-und gestalttherapeutisch. Systemisches Denken und Handeln bedeutet die Verhaltensweisen und Probleme des Klienten immer im Kontext zu sehen. Eine systemische Betrachtung sieht den Menschen und seine Probleme innerhalb eines Lebenszusammenhangs. Die Haltung des Therapeuten in der Systemischen Therapie basiert auf den Grundvariablen nach Carl Rogers: Respekt, Wertschätzung, Annahme und Akzeptanz. Durch die entgegengebrachte Grundhaltung wird der Klient mit systemischer Behutsamkeit an seine Probleme herangeführt. Er wird mit seinem Befinden im Hier und Jetzt abgeholt und angenommen. In der Systemischen Therapie wird die Entdeckungsfreude und der Mut zu neuen Handlungsperspektiven und zur Veränderung geweckt, verbunden mit der Stärkung der Persönlichkeit und Konfliktlösungskompetenz.